November 20, 2017 Read More →

Staatsfonds streicht Öl- und Gasaktien

Börsen-Zeitung:

Am Donnerstag haben sich die Aktienmärkte nach den Rücksetzern der vergangenen Tage wieder erholt. Am Markt wurde auf das im laufenden Bullenmarkt oft zu sehende Muster “Buy the dip” verwiesen. Dies bedeutet, dass Kursschwächen oft nur kurzfristiger Natur sind, was mit dem höheren Risikoappetit der Investoren vor dem Hintergrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds begründet wird. In Frankfurt stieg der Dax um 0,6 % auf 13 047 Punkte. Die Benchmark der Eurozone, der Euro Stoxx 50, stieg um 0,5 % auf 3 565 Zähler.

Zu den schwächsten Titeln gehörten gegen den Trend Öl- und Gasaktien. Hier belastete die Aussage des norwegischen Staatsfonds, der von der Norges Bank gemanagt wird, diese Sektoren aus seinem Referenzindex zu streichen. Marktexperten erklären dies mit verschlechterten Ertragsaussichten in der Branche. “Öl- und Gasaktien tragen für institutionelle Investmentfonds nicht länger zur Wertsteigerung bei. Die Entscheidung der Bank bezieht nun die Risiken aus diesen zunehmend spekulativen Investitionen in die Verwaltung des norwegischen Fonds ein”, sagte etwa Tom Sanzillo, Finanzdirektor des Institute for Energy Economics and Financial Analysis (IEEFA).

Dagegen waren Technologiewerte gefragt. Die Aktien des Netzwerkausrüsters Cisco legten im frühen Handel an Wall Street zeitweise um über 7 % zu und stiegen damit auf den höchsten Stand seit dem Platzen der Dotcom-Blase. In Hongkong schossen die Aktien des Online-Autohändlers Yixin an ihrem ersten Handelstag um zeitweise über 30 % in die Höhe und gingen mit einem Plus von 5,5 % bei 8,12 HK-Dollar aus dem Handel. Umgerechnet sammelte Yixin rund 736 Mill. Euro ein.

Staatsfonds streicht Öl- und Gasaktien

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